Juli 20 2017

Luftnummer

Liebes Tagebuch,

es gibt ja so Tage … Da setzt man sich morgens an den Schreibtisch, voller Datendrang, den Kater zu setzen, Hand schon auf der Maus – da klingelt zum erstenmal das Telefon. Und dann klingelt es an der Tür – heißt: zwei Stockwerke runterrasen. Handwerker ist da, neue Abdeckungen an der Terrassenwand montieren. Alles gezeigt und abgesprochen. Wieder nach oben. Neuer Versuch. Wieder Geklingel. Diesmal ist’s die Praktikantin, die sich pünktlich zum Dienst meldet. Auch gut. Gleichmal Lagebesprechung machen: Wer macht was heut? Ich den Kater, klar, sie bearbeitet die Datenbank und sucht Adressen in Brig raus für eine kleine Werbeaktion – Im Aeroplan über die Alpen ist jetzt seit über einem Monat draußen und wir haben das mit der Pressemitteilung immer noch nicht hingekriegt. Bald ist die Touristensaison vorbei. 🙁

Neuer Kater-Versuch. Da klingelt es schon wieder. Runterrasen. Es ist der Elektriker, wir bekommen – hurra! – eine neue Sprechanlage. Kann ich in Zukunft also erstmal fragen, wer Einlass begehrt, bevor ich dem Haussport fröne.

Elektriker ist weg. Ist jetzt echt schon Mittag? Börsenblatt (Donnerstag!) aus dem Briefkasten geangelt, Kaffee gekocht, kurz was zwischen die Kiemen schieben. Weiter geht’s. Praktikantin hat ne Frage. Die Frage artet aus in eine angeregte Diskussion darüber, wie man die Datenbank verbessern kann.

Telefon. Ein Auftraggeber möchte wissen, was sein Buch macht und schickt Korrekturen. #medienbüro Schnell mal zwischendurch in die Datei klicken, Korrekturen einpflegen, wegschicken.

Jetzt aber: der Kater. Halt, schnell mal Facebook checken. Waaas? Schon 16 Uhr? Die Praktikantin geht. Ich so: Jetzt kann ich mich endlich in den Kater fallen lassen … Denkste! Mein Hirn grübelt über das Thema der Praktikantendiskussion am Mittag nach: Kategorienvergabe in der Datenbank. Und will jetzt! sofort! gleich! etwas umstrukturieren. Drei Stunden später ist alles neu geregelt. Übersichtlicher, leichter zu händeln. Und alle 5400 Datensätze sind nach dem neuen System kategorisiert.

Erstmal was essen. Magen = Kniekehle.

Und dann geht es endlich wirklich los mit dem Kater. Ein entspannter Abend beginnt. Illus waren schon eingescannt, mussten noch bearbeitet werden. Zum Abschluss des Tages noch die Bilder an die passenden Stellen im Groblayout verteilt. Kein Telefon störte. da kam endlich auch der Flow bei mir an.

Gute Nacht wünscht dir

Deine Bücherfüxin

Juli 18 2017

Stress lass nach!

Liebes Tagebuch,

Sibylle Gädeke: Der gestiefelte Kater, Prinzessin mit Hund.

der Stress wird nicht weniger. Heute kamen pünktlich die Plakate und Flyer an, wir haben gleich angefangen, sie umzupacken. Aber das alleine reicht ja nicht, es müssen auch noch die Anschreiben für diejenigen formuliert werden, die wir um Unterstützung bitten möchten. Die Praktikantin kämpft sich tapfer durch, während ich mich weiter um den Feinschliff des Kater-Manuskripts kümmere. Gegen Abend ist es dann endlich soweit, ich kann das fertige MS an den Autor zur letzten Überprüfung schicken. Parallel dazu beginne ich schon mal mit dem Satz. Jetzt schlägt auch die Stunde der Illustrationen, die nach und nach eingebaut werden. Wie üblich sind wir in Zeitverzug. Morgen muss ich mich um eine Druckerei kümmern, die kurzfristiger liefern kann. Verhaut (wieder mal) die Kalkulation. Aber so isses eben.

Liebe Grüße!

Deine Bücherfüxin

Juli 17 2017

Torschlusspanik

Liebes Tagebuch,

heute stand das Kater-Lektorat hintenan, wir mussten dringend die Plakate und die Einladungen zur Buchpräsentation machen. Und es war wie fast immer: alles auf den letzten Drücker. Drei Minuten vor Toresschluss habe ich die Druckdaten hochgeladen, damit sie im Overnight-Express hoffentlich morgen geliefert werden. Für morgen ist dann eine Post-Orgie geplant: Plakate und Flyer an Buchhandlungen und Schulen schicken, zum Glück sind in Baden-Württenberg noch keine Ferien. Peter Raffalt wird die Werbesachen an die Statisterie und die mitspielenden Kinder verteilen. Die bepflastern Wangen dann hoffentlich mit dem gestiefelten Kater!

Ach ja, und: Petra Hartmann hat die Lektoratskorrekturen geschickt. Jetzt kann „Nestis und die verbotene Welle“ in den Satz gehen. Eine Station weiter, während Miriam Rademachers „Talisman und die Tänzer der Nacht“ gerade von Isabel, unserer derzeitigen Praktikantin, gelesen wird. Wie beim Kater werden wir dann beide parallel lektorieren. So lernt sie was und vier Augen sehen mehr als zwei.

Und was gab es sonst heute noch so? Den ganz normalen Wahnsinn: Manuskripteinsendungen, Telefonate und wie immer viel zu wenig Zeit. Bei Facebook habe ich Werbung für einen Zeitumkehrer gesehen – ich fürchte nur, der funktioniert nicht wirklich … sonst wär das meiner! 😀

Und a propos Facebook: Ich habe rumgefragt, ob jemand den Ausdruck “aus dem Ruder boxen” kennt. Den meisten, die geantwortet haben, war er unbekannt. Aber ein, zwei Leute hatten ihn schon mal gehört. Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser dieser Zeilen, etwas mit diesem Ausdruck anfangen können, schreiben Sie’s doch bitte in die Kommentare. 🙂

Bis morgen!

Deine Bücherfüxin

Juli 16 2017

Kater-Lektorat

Liebes Tagebuch,

es geht voran. Das Lektorat für das Buch “Der gestiefelte Kater” ist fast abgeschlossen. Es kann dann bald in den Satz gehen. Sibylle Gädeke hat wieder wunderbare Illustrationen dazu geschaffen, in Schablonendrucktechnik. Hier mal ein Beispiel.

Das Märchen selbst hat Peter Raffalt etwas umgestrickt, es ausformuliert und neue Handlungsstränge eingebaut. Als Theaterstück ist diese Fassung schon bewährt. Und in diesem Jahr gibt es eine Neuinszenierung bei den Wangener Festspielen. Regie: Peter Raffalt. Deshalb wird die Buchpräsentation unseres Buch auch dort stattfinden. Genauer gesagt: am 31. Juli, um 19:30 Uhr.

Deine Bücherfüxin